Kritik der Linken NRW geht nach hinten los

Zu unsere Pressemitteilung, dass wir auf einen materialintensiven Wahlkampf verzichten wollen haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten. Nun erreicht uns auch ein Leserbrief, der leider in der Presse nicht veröffentlicht wurde. Aber hier ist er:

Die Werbeplakate der Kandidaten für die Landtagswahlen in NRW lächeln nun schon seit Wochen auf die Bürger herab. Von Visagisten hergerichtet, von PR-Fachleuten mit einem freundlichen Lächeln ausgestattet und wahlwirksam in Szene gesetzt zielen diese allein auf die emotionale Seite der Wähler. Belastbare Aussagen über Programme, Absichten, Lösungen oder Sachthemen findet man so gut wie gar nicht und wenn, dann sind sie nach den Wahlen meist keinen Pfifferling wert. Ich erinnere nur an die Wahl-Aussage von Frau Merkel: „Mit mir wird es keine PKW-Maut geben!“

Da muss man den „Hünxer Grünen“ für Ihren mutigen Beschluss, keine Wahlplakate aufzuhängen ein großes Lob aussprechen. Die Kritik von Herrn Wagner, Kandidat der Linken, ist eindeutig dem Wahlkampf geschuldet. Ob er sich damit nicht ein Eigentor geschossen hat? Das Parteiengesetz hat er richtig zitiert, aber wer hat denn gesagt, dass diese Gelder an Vereine gehen müssen? Eine Aufgabe der Parteien ist es politische Bildung zu vermitteln und/oder Zukunftspolitik zu entwickeln. Das ist beispielsweise ein wichtiges soziales Engagement, das leider oft viel zu kurz kommt. Wenn die Unsummen, die für Plakate ausgegeben werden, dort landen, sind sie gemeinnützig gut eingesetzt. Ich kann nur hoffen, dass demnächst auch andere Parteien diesen Weg beschreiten. Abschließend stelle ich bei der Betrachtung der Parteiplakate für mich fest: „Will man mich damit für dumm verkaufen?“ Ich wähle kein schönes Lächeln, sondern Sachvernunft ohne egomane oder ideologische Interessen. Die Plakate helfen da überhaupt nicht weiter.

Dr. Heinrich Peters, Hünxe-Bruckhausen“

Noch zur Info: Die Gelder, die gespendet werden kommen natürlich nicht aus der Parteikasse sondern werden privat zur Verfügung gestellt.  Auf die Kritik des Landesgeschäftsführers und Landtagskandidaten der Linken, Herr Wagner, haben wir bewusst nicht reagiert. Warum auch, wenn es für die Linke NRW anscheinend so wichtig ist wie ein kleiner Ortsverband der GRÜNEN seinen Wahlkampf gestaltet, fehlt es wohl an Möglichkeiten, tatsächlich auch landespolitsich mit zu spielen. Da muss man dann auch nichts mehr zu sagen.

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